Wie man für Pflanzen den richtigen Boden auswählt, muss man auch für sein Haus den geeigneten Platz finden.

von Chao-Hsiu Chen
Beratungsablauf bei FINE LIVING

Die weise Kunst
des wohnens

Die Ursprünge des Feng Shui
Seit den ersten Höhlenbauten und Siedlungen versucht der Mensch sein Wohnumfeld zu optimieren – so entstand Feng Shui.
Seinen Ursprung hat Feng Shui in der Suche nach einen passenden Lebensraum in der Natur, um sich dort niederzulassen – gut geschützt vor dem Klima und wilden Tieren. Den richtigen Ort fand man nicht nur in der Charakteristik einer Landschaft, sondern auch in der kosmologischen Ausrichtung des Lebensraums. Dabei wurden spezielle Punkte in der Landschaft ermittelt, wo das Qi sich sammelte und in besonders reicher Weise vertreten war.

 

Formschule
In einem idealen Zuhause harmoniert die Umgebung mit dem Haus und seinen Bewohnern.
Die Formschule basiert auf der Beobachtung, dass die Formen und die Beschaffenheit der Umgebung die dort lebenden Menschen prägen und beeinflussen. Die Gesamtenergie eines Ortes kann positiv sein und die Anwohner unterstützen, aber auch hemmen. Die Formschule hilft deshalb bei der Wahl des richtigen Ortes und der optimalen Nutzung des vorhandenen Potentials.

Dabei gibt die Form der Landschaft Hinweise auf energetische Strukturen, die in China traditionell mit den Namen von vier Tieren aus der daoistischen Mythologie belegt wurden. Sie dienen auch zur Beschreibung der Landschaft: So steht eine Schildkröte für einen Berg oder eine Hügelkette, die Höhenzüge zu rechten und zur linken werden Drache und Tiger genannt. Das Gelände im vorderen Bereich ist der Phönix.

Diese Betrachtung lässt sich auf das Grundstück übertragen. Die vordere, offene Fläche des Phönix wird durch den „Ming Tang“ bestimmt, einen Qi-Sammelplatz: Sie wird mit Ideen, Zukunft, Kinder und Geld in Verbindung gesetzt. Diese Fläche wird auch Facing genannt: Sie ist das Gesicht des Hauses. Die Schildkröte hingegen ist der Rücken des Hauses und steht für Rückhalt, Stabilität, Familie und Gesundheit. Die Schildkröte ist die wichtigste Voraussetzung für ein gutes Feng Shui: Hier sollte Platz vorhanden sein, damit das Qi sich ungestört sammeln kann. Eine Hecke oder Mauer sind gute Formen dafür. Die linke Grundstückseite ist die weibliche Seite, der Tiger, die im Gelände weniger betont werden sollte als die gegenüberliegende männliche Drachenseite. Ein zu großer Tiger kann Unruhe bei den Bewohnern verursachen.

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Fünf-Elemente-Lehre
Die Harmonisierung von Räumen vollzieht sich auf u.a. auf Basis der Fünf-Elemente-Lehre.
Die Lehre der Fünf Elemente beschreibt seit dem chinesischen Altertum die fünf Erscheinungsformen von Materie – Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz. Sie werden traditionell den Jahreszeiten und Himmelsrichtungen zugeordnet und sind durch die Erde miteinander verbunden.

Der Norden steht für den Winter und das Wasser, der Osten für Frühling und das Holz. Der Süden symbolisiert Sommer und Feuer, der Westen Herbst und Metall. Die fünf Elemente stehen nicht nur jeder für sich alleine, sie interagieren auch miteinander: Es gibt einen nährenden Zyklus, in dem das eine aus dem anderen entsteht, einen kontrollierenden Zyklus, in dem das eine das andere kontrolliert, und einen zerrenden Zyklus, in dem das ein Element an einem anderen zerrt, d. h. dessen Wirkung mildert.

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Hexagramme und KUAs
Die Hexagramme sind ein Medium, um das Feinstoffliche eines Menschen und eines Ortes zu erfassen.
Die acht Trigramme können miteinander kombiniert werden. Die daraus entstehenden 64 Hexagramme sind die Basis für alle Dinge des Universums – die sogenannten 10.000 Dinge.

Diese wiederum sind die Grundlage aller Lebensweisheiten des I Gings. Kombiniert man die 64 Hexagramme mit den Zahlen des frühen Himmels, so erhält man 64 KUAs. Die Verbindung mehrerer KUAs ergibt den Qi-Fluss eines Gebäudes, der im Feng Shui analysiert und – falls nötig – verbessert wird. Es gibt auch ein KUA für jeden Menschen. Vergleicht man dieses mit dem KUA des Gebäudes, so zeigt sich, ob der Mensch mit seinem Wohnumfeld harmoniert.

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Himmelsrichtungen
Eine achtsame Lebensweise ermöglicht uns, feinste Energien in unserer Umwelt wahrzunehmen.
Im Feng Shui werden Norden, Süden, Osten und Westen noch weiter aufgefächert. Es gibt insgesamt 24 Himmelsrichtungen, die alle unterschiedlich auf die Menschen und ihre Umgebung wirken. Mit dem chinesischen Kompass Lopan kann ein Feng-Shui-Berater die Wirkungen dieser 24 Himmelsrichtungen – die auch die 24 Berge genannt werden – auf einen bestimmten Ort und die dort lebenden Menschen bestimmen.

 

HoTu, der frühe Himmel
Der sogenannte „Frühe Himmel“ zeigt die Welt im Ur-Zustand.
Eine der vielen Ursprungslegenden des frühen Himmels HoTu erzählt von einem Drachenpferd mit einer Zeichnung auf dem Körper, das vor über 6.000 Jahren aus einem Fluss stieg. Diese Zeichnung schrieb zum ersten Mal den Zahlen von 1 bis 9 eine Yin- oder Yang-Qualität, eine Himmelsrichtung und ein Element zu.

Die Mitte der Zeichnung bildete die Erde, darum stehen sich Feuer, Wasser, Metall und Holz gegenüber. Der Legende nach soll der chinesische Kaiser Fu Xi diese Zeichnung später in Trigramme übersetzt haben: So entstand die Grafik des frühen Himmels HoTu.

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Jahreszeiten
Im Feng Shui gibt es neben den klassischen Jahreszeiten noch weitere, feinere Ausprägungen.
Die vier bekannten Jahreszeiten Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter sind im Feng Shui den Elementen Feuer, Metall, Wasser und Holz zugeordnet. Sie werden wie die Himmelsrichtungen auch weiter aufgefächert, in die 24 klimatischen Phasen des chinesischen Jahres. Es beginnt mit dem Frühlingsanfang zu Beginn des Februars und endet mit der kleinen und großen Kälte im Januar.

 

Lopan / Kompassschule
Der chinesische Kompass Lopan ist der Wegweiser für ein gutes Feng Shui.
Der chinesische Kompass Lopan ist das Hauptinstrument der Feng-Shui-Beratung. Mit ihm wird vor Ort an bestimmten Stellen der Qi-Fluss gemessen. Der Lopan unterteilt die bekannten vier Himmelsrichtungen fein in 24 Segmente. Im Feng Shui gehen wir davon aus, dass wir aus den verschiedenen Himmelsrichtungen günstige und weniger günstige Energien erhalten.

Die Messungen mit dem Lopan ermöglichen sehr differenzierte Erkenntnisse über die energetische Versorgung und die Energiequalität im Wohn- oder Arbeitsumfeld. In Kombination mit den vorhandenen Geburtsdaten wird zudem festgestellt, wie sich der jeweilige Bewohner einfügt. Schließlich kann man auf dem Lopan auch ablesen, mit welchen Maßnahmen der Lebensraums zu einem Ort gemacht werden kann, der inspiriert und Lebensfreude schenkt.

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LoShu, der späte Himmel
Der sogenannte „Späte Himmel“ ist ein Sinnbild für die Welt im Wandel.
Der Kaiser Fu Xi war der Legende nach auch beteiligt am Ursprung des späten Himmels LoShu: Er soll gesehen haben, wie eine Schildkröte mit einer Zeichnung auf dem Rücken aus dem Wasser stieg. Diese Zeichnung bildet die Zahlenfolge des späten Himmels: LoShu. LoShu wird auch als das magische Quadrat bezeichnet – die Summe jeder Spalte ergibt die Zahl 15.

 

Qi
Die Versorgung eines Hauses mit Qi ist elementar für das Wohlbefinden seiner Bewohner.
Im Mittelpunkt der alten chinesischen Lehre Feng Shui steht der Fluss der Energie: das Qi. Das Qi ist die unsichtbare, universelle Lebensenergie, die durch alle Dinge und Lebewesen fließt und unser Leben beeinflusst. Wir alle erhalten diese Lebensenergie, wenn wir geboren werden. Durch eine achtsame Lebensweise, im Einklang mit uns selbst, fühlen wir uns energiegeladen und unser Qi-Level ist hoch.

Zusätzliches Qi bekommen wir von außen: in der Begegnung mit anderen Menschen, durch die Wirkung von Farben und Formen, die Wirkung der Jahreszeiten und insbesondere auch durch die Kraft und Energie, die von Himmelsrichtungen ausgeht – mit denen jeder Mensch unterschiedlich in Resonanz geht. Durch die Gestaltung und Ausrichtung von Gebäuden, Räumen und Möbeln kann diese Energie für unser Wohlergehen in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Denn erst wenn alle Wohnbereiche optimal mit Qi versorgt sind, geht es uns gut.

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Taiji
Die Mitte eines Hauses sollte eine Ruhezone sein.
Taiji steht für die Gesamtheit aller Kräfte in der Natur und das gemeinsame Wirken von Yin und Yang. Im Feng Shui symbolisiert Taiji die Mitte des Hauses. Es ist von großer Bedeutung, diesen Bereich ruhig zu gestalten: Idealerweise sollte die Mitte des Hauses frei bleiben.

 

Trigramme
Trigramme sind eine Art Code zur Bewertung unterschiedlicher Formen des Qi.
Jedes der insgesamt acht Trigramme besteht aus drei übereinanderliegenden Linien. Die unterbrochenen Linien stehen für die Yin-Kraft, die durchgezogenen für das Yang. Die Trigramme symbolisieren die acht Himmelsrichtungen und sind Mutter, Vater, Söhnen und Töchtern zugeordnet. Die Lehre der Trigramme stammt aus dem I Ging – dem ältesten der klassischen chinesischen Weisheitstexte, seine Entstehungsgeschichte lässt sich bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. zurückverfolgen.

 

Yin und Yang
Unser Leben vollzieht sich im Wechsel von Yin und Yang – ein harmonisches Zuhause vereint beides.
Yin und Yang stehen für das weibliche und das männliche Prinzip. Sie beeinflussen sich wechselseitig: Steigt das Yang, sinkt das Yin – und umgekehrt. Beide können nicht ohne ihren Gegenpol existieren: Yin und Yang werden in der klassischen chinesischen Literatur auch als die zwei Zustände des einen Qi bezeichnet. Nach dem Auftreten des Qi in der Welt teilte es sich in Yin und Yang.

 

Yuen Hom Imperial (IFS) Feng Shui
Mit den Methoden des Yuen Hom Imperial Feng Shui wird der Qi-Fluss eines Hauses bestimmt und optimiert.
Die 64 Hexagramme und KUAs stehen im Mittelpunkt des bei Fine Living praktizierten Yuen Hom Imperial Feng Shui (IFS). Diese Form des Feng Shui war im alten China ausschließlich den Kaisern vorbehalten: Es setzte geheimes Wissen voraus, über das nur sehr wenige verfügten. Fine Living arbeitet mit exakt diesen ursprünglichen Methoden des IFS, um den Qi-Fluss eines Gebäudes zu untersuchen und durch gezielte Gestaltungsmaßnahmen zu verbessern. Die energetische Anbindung und Harmonisierung der Bewohner an das Haus ist die zweite wichtige Säule im IFS.